Teilprojekte im Überblick

Im Teilprojekt 1 soll die Effizienz humaner CD4+CD25+ Treg-Zellen zur Suppression von GVH-Reaktionen in vivo untersucht werden. Dafür wird ein Tiermodell angewandt, das eine effiziente Rekonstitution der humanen Lymphopoese in immundefizienten Mäusen erlaubt und die Untersuchung von Immunregulationsmechnismen nach xenogener Transplantation ermöglicht. Dieses Projekt soll die Voraussetzung für den potentiellen Einsatz von Treg-Zellen zur Prophylaxe und/oder Therapie der akuten GVHD nach allogener SCT bei Patienten mit hämatologischen Neoplasien schaffen (seit 2004 durch die DFG gefördert).

Im Teilprojekt 3 soll eine mögliche suppressive Wirkung durch regulatorische T-Zellen auf das angeborene Immunsystem und daraus resultierend die Infektabwehr nach Stammzelltransplantation im Mausmodell untersucht werden. Für einen potentiellen Einsatz regulatorische T-Zell-Produkte nach allogener Stammzelltransplantation ist diese Arbeit von grosser Bedeutung (bisherige Förderung über Grundausstattung).

Im Teilprojekt 4 soll eine noch weitgehend unbekannte humane Population von Treg-Zellen, die sog. TCRab?+ CD3+CD4-CD8- doppeltnegativen (DN) T-Zellen, untersucht werden. Basierend auf kürzlich publizierten Vorarbeiten soll der Mechanismus der regulatorischen Funktion dieser DN T-Zellen beim Menschen aufgeklärt und deren Bedeutung in der Organ- bzw. Knochenmark-Transplantation erforscht werden (seit 2004 durch die DFG gefördert).
Nach Umzug von Prof. Mackensen wird das Projekt an der Uniklinik Erlangen fortgeführt

Im Teilprojekt 5 sollen artifizielle Killer-antigen-präsentierende Zellen (KaAPC) hergestellt und charakterisiert werden. KaAPC bestehen aus magnetischen Beads, an denen HLA-A2- oder HLA-DRB1*0401 Moleküle in Kombination mit Apoptose-induzierenden Antikörpern (anti-CD95, anti-Death Receptor 5) sowie verschiedenen kostimulierenden Signalen (u.a. anti-CD28) immobilisiert wurden. Ziel dieses Projektes ist, die KaAPC zur Depletion autoreaktiver T-Zellen ex vivo sowie bei Verfügbarkeit biodegradierbarer Konstrukte in vivo zu nutzen (seit 2005 durch die DFG gefördert).

Im Teilprojekt 6 soll eine aus peripheren Blutmonozyten über IFN-g/M-CSF Stimulation generierte Population tolerogener, antigenpräsentierender Zellen zur Suppression von autoreaktiven Immunreaktionen bei entzündlichen Darmerkrankungen verwendet werden. Basierend auf eigenen Vorarbeiten soll im ersten Antragszeitraum der Mechanismus der Suppression in einem Colitis-Mausmodell untersucht und aufbauend auf diesen Ergebnissen ein potentieller immuntherapeutischer Ansatz bei Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen entwickelt werden (Vorarbeiten durch ReForM-C gefördert).

Im Teilprojekt 7 sollen die durch CpG Motive bakterieller DNA vermittelten entzündungshemmenden Eigenschaften im intestinalen Immunsystem der Maus charakterisiert werden. So soll untersucht werden, inwieweit bakterielle DNA die Homöostase des intestinalen Immunsystems im gesunden Organismus fördert und welche Mechanismen dem protektiven Effekt einer CpG DNA Exposition vor Induktion einer experimentellen Colitis zugrunde liegen (seit 2005 durch die DFG gefördert).

Das Zentralprojekt ist eine wichtige Schnittstelle im Konzept der klinischen Forschergruppe. Aufgabe dieses Projektes ist die Separation seltener Zellpopulationen aus heterogenen Zellgemischen sowie Einzelzellsortierungen in Kulturplatten mittels Durchflusszytometrie (FACSorter). Für eine klinische Forschergruppe mit dem Schwerpunkt „Zell-vermittelte Suppression von auto- und alloreaktiven Immunreaktionen“ sind Sortierungen aller relevanten Immunzellen von entscheidender Bedeutung. Es wird ein(e) medizinisch-technische(r) Assistent(in) (BAT Vb) beantragt, die die Sortierung der Zellpopulationen für die verschiedenen Projekte durchführen soll. Der geplanten klinischen Forschergruppe steht ein hochmoderner FACS-Aria®-Sorter, der von Mitteln der Deutschen José Carreras Leukämiestiftung und der Medizinischen Fakultät der Universität Regensburg finanziert wurde, zur Verfügung. Darüber hinaus soll hier die Koordination der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses erfolgen.